Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder sinnvoll?

Das finanzielle Aus ist durch die plötzliche Erwerbsunfähigkeit sicher, es sind nicht nur Erwachsene betroffen, sondern auch Kinder. Hinzu kommen Kosten für Umbauten in der Wohnung oder im Haus sowie die Kosten der ärztlichen Betretung, die nicht immer komplett von der zuständigen Krankenkasse übernommen werden. Es stellt sich nun die Frage, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung ab dem Kindesalter sinnvoll ist.

Im ersten Moment kling es vielleicht etwas merkwürdig, dass auch Kinder eine private Berufsunfähigkeitsrente abschließen können, da sie ja eigentlich nicht berufstätig sind. Doch immer mehr Versicherer bieten dafür die passende Lösung an. Laut Angaben der Versicherer, lässt sich eine solche Versicherung ab dem 10. Lebensjahr empfehlen.

Die Höhe der staatlichen Absicherung bei Berufsunfähigkeit

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder sinnvoll?
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Wer als Kind einen Unfall hat oder krank wird, ist oft lebenslänglich auf die staatliche Absicherung in Form der Grundsicherung angewiesen. Die Höhe der Grundsicherung deckt lediglich die Grundkosten wie die angemessene Miete und die Lebensmittel sowie die Bekleidung. Die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) ist eigentlich für Berufstätige vorgesehen, je nach Beruf sind die Beiträge unterschiedlich hoch. Einige Berufsbilder sind aufgrund des hohen Risikos von der Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) ausgeschlossen. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) der Versicherungsunternehmen sind die Konditionen ausgelistet. Das Problem liegt darin, dass es Kinder gibt, die plötzlich krank werden und kaum eine Aussicht auf Heilung haben. Statt nach der Ausbildung oder dem Studium ins bezahlte Berufsleben zu starten, werden sie zum kostenintensiven Pflegefall.

Berufsunfähigkeits-Versicherung und Erwerbsunfähigkeits-Versicherung gibt es Unterschiede?

Ja, ein Erwachsener, der die bisherige Tätigkeit zu 50 % nicht mehr ausüben kann und eine schriftliche Bestätigung des Arztes über die verminderte Leistungsfähigkeit nachweisen kann, ist durch die rechtzeitig abgeschlossene Berufsunfähigkeits-Versicherung abgesichert. Der Sachbearbeiter des Versicherungsunternehmens prüft, ob alle Vertragsoptionen eigehalten worden sind und schaltet nach Kenntnisnahme der ärztlichen Bescheinigung bei Bedarf einen eigenen Gutachter ein. Die allgemeine Erwerbstätigkeit wird durch die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung versichert. Diese Versicherungsart kommt dann zum Einsatz, wenn der Versicherungsnehmer sie rechtzeitig abgeschlossen hat und plötzlich aufgrund einer Krankheit nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann. Die Basis Absicherung ist eine Alternative zu Berufsunfähigkeits¬Versicherung (BU), die einen höheren Versicherungsschutz bietet. Das bisherige Berufsleben ist bei Kindern noch nicht vorhanden.

Kinder unter 10 Jahren und die BU

Invaliditätsversicherung heißt die BU für Kinder, weil die Kinder noch keinen Beruf ausüben, der versichert werden muss. Das Sozialversicherungssystem hat Lücken, durch die das Kind ohne passenden Versicherungsschutz rutschen kann. Sobald die Krankheit oder ein Unfall der Schulzeit ein jähes Ende setzten, ist die Invaliditätsversicherung eine Möglichkeit, die kommenden Kosten Ausfälle zu überbrücken. Jedes Kind plant bereits während der Schulzeit, was es später werden möchte und wie die erste eigene Wohnung aussehen soll. Solche Planungen können von heute auf morgen vor dem Aus stehen, wenn die Gesundheit des Kindes auf lange Sicht beeinträchtigt ist und kein Beruf mehr ausgeübt werden kann. Das finanzielle Risiko trägt die Familie, die sich so rechtzeitig wie möglich absichern sollte. Gravierende Folgen können zum Beispiel bereits aus einer Erkrankung entstehen, die am Anfang völlig harmlos ausgesehen hat und plötzlich chronisch wird. Die finanzielle Versorgung des kranken Kindes ist für die Eltern nicht eine psychische Belastung, sondern hat auch finanzielle Folgen.

Die gesetzlichen Leistungen sind ein Basis-Schutz

Der Basis-Schutz, der durch die gesetzlichen Leistungen gewährt wird, reicht nicht immer aus. Bei Erwachsenen muss eine Zeitspanne von fünf Jahren mit Betragszahlungen erfüllt werden, um im Krankheitsfalls einen Antrag auf Erwerbsminderungs-Rente stellen zu können. Wenn die versicherte Person ein Kind ist, gelten andere Bedingungen, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind. Eine ärztliche Bescheinigung mit der Bescheinigung der Behinderung ist notwendig, um den Antrag auf Versicherungsleistungen zu stellen. Typische Risikogruppen wie Erwachsene, die beispielsweise als Dachdecker arbeiten, sind Kinder nicht. Vorerkrankungen sind aufgrund des geringen Alters eine Seltenheit, insofern halten sich die Beiträge in Grenzen. Falls das Kind wieder gesund wird und doch noch einen Beruf ergreifen kann, lässt sich der abgeschlossene Vertrag auf Antrag in eine Versicherung für Erwachsene umwandeln.

Fazit

Die Invaliditätsversicherung für Kinder ist sinnvoll. Wer sein Kind als Schülerin oder Schüler bereits vor dem Eintritt ins berufliche Leben gegen die mögliche Erwerbsunfähigkeit versichert, hat den Vorteil, dass die durch den späteren Beruf bedingten Risiko Zuschläge bei Kindern wegfallen.