Kinderkrankheit Mumps: Was genau ist das?

Bei Mumps handelt es sich um eine akute Virusinfektion, welche typischerweise seitlich am Hals die Ohrspeicheldrüsen stark anschwellen lässt und häufig bei Kindern vorkommt. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt Mumps allerdings ebenfalls vor.

 Kinderkrankheit Mumps: Was genau ist das?
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Die Ursache dieser Erkrankung kann nicht behandelt werden, doch es lassen sich die Symptome lindern. In vielen Fällen heilt Mumps dann ohne Spätfolgen oder Komplikationen von allein aus. Umgangssprachlich wird Mumps auch als Tölpel oder Ziegenpeter bezeichnet.

Die Erkrankung gehört zu den ältesten Kinderkrankheiten und die Ansteckung funktioniert über Speichelkontakt oder Tröpfcheninfektion. Über das Benutzen von Gläsern oder Besteck ist eine indirekte Übertragung dabei seltener möglich. Die Ansteckung ist während des gesamten Jahres möglich.

Was ist bei Mumps zu beachten?

Mumps zeigt sich durch zu Beginn unspezifische Symptome wie Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Appetitmangel oder Mattigkeit. Einseitig oder beidseitig ist es dann möglich, dass die Ohrspeicheldrüsen schmerzhaft anschwellen.

Aufgrund dieser Symptome erfolgt eine Behandlung zur Linderung mit fiebersenkenden Mitteln oder Schmerzmitteln. Bei etwa vierzig Prozent der Infektionen zeigen sich nur leichte oder keine Symptome. Umso älter die Patienten sind, umso eher sind Komplikationen möglich.

Selten sind dabei die bleibenden Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit oder Taubheit. Gerade bei den Kindern unter 5 Jahren ähnelt Mumps oft der einfachen Erkältung mit Beschwerden wie Schnupfen und leichtem Fieber. Unterhalb von zwei Jahren erfolgt die Infektion bei Kindern sogar oft ohne die erkennbaren Symptome. Bei Jugendlichen und Erwachsenen zeigen sich dann oft auch Schluckbeschwerden und das trockene Gefühl im Mund.

Bei Kindern führt eine Schwellung in dem Wangen- und Halsbereich oft dazu, dass typische Hamsterbacken entstehen, die dann meist nach einer Woche wieder abklingen. Wenn die Drüsen anschwellen, gibt es oft Druck auf dem Gehörgang und Ohrenschmerzen. Bei sehr schweren Fällen können die Betroffenen oft nur flüssige oder weiche Nahrung zu sich nehmen.

Wichtige Informationen zu Mumps

Während es bei Kindern oft keine Komplikationen gibt, kann Mumps bei Erwachsenen oft zu Problemen führen. Im Alter der Patienten nimmt das Risiko für die Komplikationen zu. Die Viren breiten sich dann oft im Körper aus und es können noch weitere Organe betroffen werden.

Nicht selten sind Hirnhautentzündungen oder Gehirnentzündungen möglich und Männer sind häufiger betroffen als die Frauen. Auch möglich sind Entzündungen von dem Gehörnerv, Innenohrentzündungen, Hodenentzündungen, Nebenhodenentzündungen, Brustentzündung, Eierstockentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gelenkentzündung, Blutarmut, Nierenentzündung oder Herzmuskelentzündung.

Treten besondere Symptome auf, sollte am besten ein Arzt aufgesucht werden. Umso schneller dann mit einer richtigen Therapie begonnen wird, umso schneller und besser ist eine Genesung möglich. Schwangere Frauen müssen sich keine Gedanken machen, denn ein Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildungen besteht nicht. Ein ungeborenes Baby ist daher nicht gefährdet, wenn eine Frau unter Mumps leidet. Am ansteckendsten sind Patienten dann zwei Tage vor Beginn der Erkrankung bis vier Tage nach der Erkrankung.

An andere Menschen kann der Virus sogar sieben Tage zuvor uns bis zu neun Tage im Anschluss weitergegeben werden. Nach der Infizierung dauert es dann einige Zeit, bis es zu den Symptomen kommt. Die Inkubationszeit liegt bei 12 bis 25 Tagen. Je nach Symptomen erfolgt dann eine Behandlung mit Schmerzmitteln, Umschlägen, fiebersenkenden Medikamenten und mit Bettruhe.